LERNLUST #74 // Was ein 22€ Kaffee mit KI-Kompetenzen zu tun hat
Shownotes
Die Gäste dieser Folge:
Johannes Wendt
Johannes Wendt I LinkedIn
Duc Huy Nguyen
Duc Huy Nguyen I LinkedIn
Die Podcast Host dieser Folge:
Corinna Blersch
Corinna Blersch I LinkedIn
Produktion:
Luisa Blum
Luisa Blum | LinkedIn
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Johannes: Dann erzähl doch mal von deiner Geschichte, Duc.
Duc: Wir hatten letztens die Situation, da haben wir ein webbasiertes Training erstellt.
Duc: Und da sollten wir in echt so ein Café generieren, wo dann Leute zusammensaßen.
Duc: Und das ist uns beim ersten oder zweiten Mal gar nicht aufgefallen.
Duc: Aber beim dritten Mal, da gibt es ja in Cafés immer so eine Karte mit Getränken.
Duc: Und dann stand da Matchalatte drauf, Cappuccino. Und dann hat man sich das mal
Duc: angesehen und dann waren die Preise, die stimmten gar nicht.
Duc: Dann hat auf einmal so ein Cappuccino 22 Euro gekostet. Und wenn man weiter
Duc: runtergegangen ist, stand da auf einmal gar nicht mehr Getränke,
Duc: sondern dann stand da irgendwie Tisch, der dann auch 22 Euro gekostet hat.
Duc: Und es war irgendwie ganz schön seltsam auf jeden Fall.
Corinna: Ah, okay. Das hört sich auf jeden Fall sehr lustig an, Duc. Aber bevor wir jetzt
Corinna: direkt ins Thema einsteigen, würde ich erstmal erzählen, worum es jetzt eigentlich
Corinna: geht. Was ist heute Thema des Podcasts?
Corinna: Eins kann ich nicht schon mal vorwegnehmen. Eins kann ich schon mal sagen,
Corinna: es geht nicht um Kaffee, der 22 Euro kostet. Wir haben heute andere Themen für euch dabei.
intro und Outrotext: Lernlust, der Podcast für alles rund ums Thema Corporate Learning.
intro und Outrotext: Wir sind Claudia Schütze und Corinna Blersch und wir sind Learning Consultants bei der tts.
intro und Outrotext: Und wir sind die Hosts dieses Podcastes. Hier reden wir über alles,
intro und Outrotext: was mit Lernen in Organisation zu tun hat. Und wir reden miteinander.
intro und Outrotext: Und so oft wie möglich laden wir uns Gäste aus unterschiedlichsten Kontexten ein.
intro und Outrotext: So, und jetzt geht's endlich los.
Corinna: So, hallo und herzlich willkommen. Ich darf heute zwei Gäste vorstellen.
Corinna: Einmal habe ich Duc Nguyen dabei und Johannes Wendt.
Corinna: Beide meine Kolleginnen von tts. Der eine sitzt in Berlin und der andere bei mir in Köln.
Corinna: Und wir sprechen heute über ein Thema, das in unserer Arbeitswelt immer stärker
Corinna: geprägt ist, auf jeden Fall, und auch sehr großen Anklang findet.
Corinna: Es geht um das große Thema KI, KI-Enablement und wie schaffen wir es,
Corinna: künstliche Intelligenz sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren und auch
Corinna: unsere Kolleginnen und Kollegen dabei zu unterstützen, diese auch zu nutzen.
Corinna: Darüber sprechen wir heute mit Duc und ich würde dich einmal ganz kurz vorstellen, Duc.
Duc: Gerne.
Corinna: Du bist, wie ich auch schon gesagt habe, sitzt bei mir in Köln bei den Learning
Corinna: Architects und du betreust das Projekt Microsoft Empowerment Produkte als Projektleitender.
Corinna: Und du hast gesagt, ja, dir ist auf jeden Fall wichtig, was du gerne verfolgen
Corinna: wollen würdest oder was dich antreibt, ist, wie du Menschen dabei unterstützen
Corinna: kannst, ihre eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und am besten einzusetzen.
Corinna: Und ja, du kommst ursprünglich aus der Mensch-Computer-Interaktion mit dem Schwerpunkt
Corinna: Informatik und Psychologie in der Lehr- und Lern-Psychologie.
Corinna: Findest du dich da wieder, Duc?
Duc: Ich fühle mich auf jeden Fall da wieder. Genau, ich hatte meinen Schwerpunkt
Duc: in Psychologie und genau, dort hatte ich dann auch meine Masterarbeit in der
Duc: Lehr- und Lernpsychologie geschrieben und deswegen bin ich in diesem Bereich gelandet.
Corinna: Sehr schön, danke dir, Duc. Ja, weiter geht's mit Johannes.
Corinna: Johannes ist unser AI-Officer bei tts unter den Learning-Architects.
Corinna: Du sitzt in Berlin, bist also heute nicht mit dem Studio mit dabei und du hast
Corinna: den Hintergrund in der Erwachsenenbildung und Mediendidaktik und Johannes und
Corinna: dich interessiert, was zwischen
Corinna: menschlichem Handeln und technischer Entwicklung passiert und da näherst du
Corinna: dich auch iterativ an, sagst du, mit eigenen Worten.
Corinna: Also ausprobieren, schauen, was passiert und nachschärfen.
Corinna: Das machst du bei tts. Findest du dich hier wieder in der Beschreibung?
Johannes: Genau, ja, das ist ja letztendlich der Schlüssel der gestaltungsorientierten
Johannes: Didaktik. Das heißt, du gehst einfach von so einem Prototypen aus und entwickelst
Johannes: den dann entsprechend der,
Johannes: des Feedbacks entsprechend der Erkenntnis immer weiter und das ist eigentlich
Johannes: so eine Methode, mit der ich sehr gut fahren kann und gerade eben schnell erste
Johannes: Ergebnisse aufzeigt und bei der schnellen Entwicklung wirklich hilft.
Corinna: Das hört sich wirklich wunderbar an, Johannes. Und auch deine Rolle,
Corinna: du bist nämlich KI-Officer, ist ja auch eine ganz spannende Jobbeschreibung.
Corinna: Da möchte ich auf jeden Fall nachher mit dir nochmal drüber reden,
Corinna: was du denn da genau machst.
Corinna: Genau. Und ihr habt es gerade auch schon gesagt, KI beschäftigt euch auch schon
Corinna: ein bisschen was länger.
Corinna: Ich glaube, im Allgemeinen ist KI einfach die letzten mindestens zwei Jahre
Corinna: hat einen großen Schwung bekommen, spätestens seit ChatGPT veröffentlicht worden ist.
Corinna: Und dieser Sprung ist natürlich auch in Unternehmen sichtbar.
Corinna: Es verändert sich einiges.
Corinna: Es verändert sich auch das alltägliche Arbeiten. Und wie auch gerade schon gesagt,
Corinna: es verändern sich Positionen und Jobbezeichnungen. So auch deine,
Corinna: Johannes, du bist KI-Officer.
Corinna: Erzähl mal ein bisschen was. Was treibt dich um? Was macht deine Rolle aus?
Corinna: Was machst du so den ganzen Tag?
Johannes: Ja, letztendlich kommt man in so eine Rolle, wie es gerade, glaube ich,
Johannes: in vielen Unternehmen läuft.
Johannes: Vor drei Jahren wurde die Frage gestellt, was machen wir denn jetzt mit der
Johannes: KI und wer hat da schon mal irgendwas ausprobiert? Und dann gibt es gefühlt
Johannes: in jedem Unternehmen so zwei, drei Personen, die einfach früh neugierig waren
Johannes: und damit gespielt haben.
Johannes: Und ich hatte das Glück, dass ich einfach in diese Position weiter reingerutscht
Johannes: bin, vorher schon aus der LXP-Beratung. Das war ja auch schon so ein bisschen
Johannes: KI-Thema, Empfehlungsalgorithmen und Co. berücksichtigen.
Johannes: Was mache ich da drin jetzt? Naja, vor allen Dingen geht es darum zu gucken,
Johannes: wie wir diese Transformation mit begleiten können, weil es ist eben keine bloß
Johannes: irgendwie eine Toolschulung. Das zeigt sich eben in vielen Erkenntnissen.
Johannes: Und das ist etwas, was sich so langsam entwickelt und viele vergleichen es ja
Johannes: auch irgendwie so mit der Einführung des Internets.
Johannes: Es gab irgendwie Web 1.0, Punkt 2, Punkt 3, Punkt 4 und wir sind jetzt vielleicht
Johannes: gerade bei 1.0, aber gehen so langsam wahrscheinlich Richtung Web bzw.
Johannes: KI 2.0 und entsprechend müssen wir natürlich aufpassen, dass alle Mitarbeitenden
Johannes: nicht einfach davon überholt werden und genau diese Sorgen und Ängste da adressiert
Johannes: werden, die dann eben aufkommen im Sinne von,
Johannes: KI kommt, mein Arbeitsplatz ist der nächste, statt cool, was kann ich denn damit
Johannes: jetzt machen, was mir irgendwie mein Arbeiten schöner macht,
Johannes: produktiver und nicht unbedingt immer nur schneller.
Corinna: Ja, du hast gerade gesagt, es ändert
Corinna: sich dann auch viel und ihr wollt die Mitarbeiter dann auch mitnehmen.
Corinna: Hast du was Konkretes, was sich in der aktuellen Lernlandschaft denn verändert?
Corinna: Fällt dir da ein Beispiel ein?
Johannes: Ja, ich meine, letztendlich werden wir darüber wahrscheinlich später nochmal
Johannes: ein bisschen beim WBT, also Web-Based Training, drüber sprechen.
Johannes: Aber grundsätzlich verändert sich halt die Art, wie wir zum Beispiel auf Ideen
Johannes: kommen. Ich glaube, das ist somit das häufigste Beispiel, was genommen wird.
Johannes: Also die Angst vorm weißen Blatt, die kennen Autoren, die kennen E-Learning-Autoren.
Johannes: Die kennt aber auch jeder, der mal eine schwierige Mail an die Kundin,
Johannes: den Kunden schreibt, genau diesen Anfang zu haben. Ich habe so ein paar ungeordnete
Johannes: Notizen oder ich habe sehr, sehr viele Dateien, die irgendwie rumfliegen,
Johannes: Bitte, liebe KI, versuch das doch mal zu sortieren oder schöner zu schreiben
Johannes: und sei dabei so schön eloquent, wie du das meistens machst.
Johannes: Gleichzeitig aber eben auch, wie achte ich darauf, dass nicht alle jetzt den
Johannes: gleichen Einheitsbrei bekommen und das Gefühl meiner Persönlichkeit,
Johannes: also in dieser zwischenmenschlichen Interaktion völlig verloren geht.
Johannes: Oder ich halt diesen verachteten AI-Slop produziere, der mir zwar im ersten
Johannes: Moment Arbeit abnimmt, aber dann an späterer Stelle wieder Arbeit erzeugt.
Johannes: Und genau das sind so diese ersten Schritte, die man gegangen ist,
Johannes: wie kann man so kleine Teile im Produktionsprozess anpassen,
Johannes: sei es die KI-Video-Vertonung, sei es die Bildgenerierung.
Johannes: Meint aber letztendlich auch alle möglichen Brainstorming-Aktivitäten.
Johannes: Wir können ja nicht immer zwei oder drei Kollegen herbeirufen,
Johannes: wenn wir mal eine gute Idee brauchen. Und genau hier, finde ich,
Johannes: ist es einfach eine starke Möglichkeit, sich dem zu nähren und über erste Ideen zu debattieren.
Corinna: Ja, da hast du recht. Also dieses Brainstorming nutze ich auch tatsächlich immer.
Corinna: Also erstmal zu gucken, was sagt denn die KI überhaupt, beziehungsweise ich
Corinna: gebe was ein, was sind meine Ideen und das Ganze dann zu schärfen,
Corinna: das ist auf jeden Fall ein guter Punkt.
Corinna: Und ja, Duc, was würdest du denn sagen? Also wie arbeitest du mit Johannes
Corinna: zusammen? Gibt es da irgendwie Schnittstellen, um das Ganze nochmal ein bisschen
Corinna: einzuordnen für unsere ZuhörerInnen?
Duc: Gerne. Also ich kann jetzt nochmal ein bisschen Kontext geben.
Duc: Das ist, glaube ich, auch in der Vorstellung ein bisschen zu knapp geraten.
Duc: Genau, ich betreue das Microsoft 365 Empowerment Projekt.
Duc: Das heißt, alles, was zu dieser Microsoft 365 Welt dazugehört,
Duc: schaue ich mir an und wir erstellen dann Inhalte dazu oder Trainings und versuchen
Duc: die Leute im besten Fall so zu befähigen, dass sie gut mit den ganzen Tools arbeiten können.
Duc: Und natürlich gehört auch Copilot dazu und KI und da habe ich die Chance natürlich,
Duc: mich mit Johannes auszutauschen und zeigt uns ganz viele Sachen auf.
Duc: Zum Beispiel, was ich letztens ganz cool fand, sind die Prompt-Labore.
Duc: Da zeigt er uns, wie man einen richtigen Prompt schreibt und da hatte ich auch
Duc: die Chance, unter der Aufsicht von Johannes einen Agenten zu bauen.
Duc: Und ich fand die Idee ganz cool.
Duc: Da ging es darum, dass man, also ich habe einen Agenten gebaut,
Duc: der Filme empfehlen sollte, basierend auf Gefühlen.
Duc: Das heißt, du gibst an, wie du dich fühlst, ob du dich traurig fühlst,
Duc: ob du dich froh bist und entsprechend der Eingaben wird dir dann ein entsprechender Film rausgegeben.
Duc: Also du willst weinen, bist traurig, dann wird dir wahrscheinlich ein Drama
Duc: ausgegeben und das basiered dann auf Letterboxd und dann werden dir auch noch
Duc: die passenden Snacks ausgegeben und das fand ich eigentlich ganz cool, dann da auch,
Duc: praktisch zu arbeiten und solche Sachen macht Johannes auch unter anderem und
Duc: das ist echt ganz cool, mit dem zusammenzuarbeiten.
Johannes: Aber zum Agenten vielleicht so als kleine Info, der hat sich echt schnell verbreitet
Johannes: und natürlich kannst du sagen, ist jetzt vielleicht nicht der Produktivitätsgewinn,
Johannes: ist ein guter Ausgleich zu einem vollen Arbeitsalltag und dem schönen Sonntag.
Johannes: Ich glaube, Lazy Sunday heißt der sogar.
Duc: Genau.
Johannes: Und das Schöne ist aber, das hat direkt so eine gewisse Zugwirkung entfaltet.
Johannes: Die Leute wollten das ausprobieren. Wir haben uns natürlich überlegt,
Johannes: was für Agenten man dann bauen kann. Aber häufig sind das genau diese Beispiele,
Johannes: die dann nochmal ins Ausprobieren und ins Spielen anregen, weil das kann man
Johannes: natürlich dann auch wieder adaptieren.
Corinna: Ja, okay. Das hört sich super spannend an. Ich habe selber von diesem Agenten
Corinna: noch gar nichts gehört. Also ich könnte den auch gebrauchen.
Corinna: Müsst ihr mir mal auf jeden Fall den Link schicken, wo ich den Agenten runterladen kann.
Corinna: Aber das würde ich jetzt auch schon sagen, ist ja dann auch Next Level, die Arbeit mit Agenten.
Corinna: Vielleicht fangen wir noch ein Stückchen weiter vorne an. Wir sagen ja immer,
Corinna: wir wollen unsere Mitarbeiter befähigen.
Corinna: Das ist auch ein großes Goal von dir, Johannes, zu enablen. Und was wären denn
Corinna: so Fähigkeiten, was wir unseren Mitarbeitenden mitgeben wollen?
Corinna: Was sind die Basics? Also was würdest du da auch empfehlen?
Johannes: Ja, also grundsätzlich kann man natürlich anfangen, jetzt wieder über Kompetenzframeworks
Johannes: zu sprechen. Das haben wir natürlich auch so im Rahmen von Copilot überlegt.
Johannes: Es ist jetzt nichts Neues zu sagen.
Johannes: Natürlich musst du dich mit der KI auseinandersetzen, um sie zu verstehen.
Johannes: Wenn du sie anwendest, kriegst du viel mehr raus, was wir häufig mitkriegen.
Johannes: Du erklärst den Leuten in einer halben Stunde Compliance-Themen.
Johannes: Und dann haben sie es trotzdem noch nicht angewendet. Also die müssen es anwenden,
Johannes: die probieren es aus. Und wenn sie es dann ausprobieren, mit dem Wissen verknüpft,
Johannes: dann fangen sie an zu reflektieren im besten Fall. Also erkennen,
Johannes: was so Schwächen und Stärken sind.
Johannes: Und dann kommst du irgendwann in dieses Mitgestalten rein, dass du überlegst,
Johannes: okay, wenn ich genau die Grenzen berücksichtige, dann kann ich das hierfür oder dafür einsetzen.
Johannes: Und deswegen ist so, doch mit die wichtigste Fähigkeit, die ich sagen würde,
Johannes: die man jetzt entwickeln kann, kann man im Prinzip genau an den Schwächen der
Johannes: aktuellen KI-Modelle festmachen.
Johannes: Also wir wissen genau, dass KI-Modelle gerade die frühen Schwierigkeiten hatten,
Johannes: so mit Logikaufgaben. Es gab dieses berühmte, wie viele E's sind in Erdbeere
Johannes: oder rechnen wir doch mal mit irgendwas zusammen.
Johannes: Das wurde inzwischen natürlich mit Tools, Tool Calling sogenannte,
Johannes: also ruf einfach den Rechner auf zum Rechnen, mitintegriert.
Johannes: Und genauso musst du eben auch wissen, die KI hat nicht aktuell den Wissensstand.
Johannes: Wir hören das manchmal so von Unternehmen, die dann sagen, wir haben jetzt so
Johannes: ein eigenes kleines Modell bei uns. Das ist aber doof, weil das weiß gar nicht,
Johannes: wie der 1.FC gestern gespielt hat.
Johannes: Natürlich hat dieses Modelltraining so ein Cut-Off. Das musst du verstehen,
Johannes: um zu wissen, wann gibst du dem Modell Wissen dazu und auf welchem Wissen ...
Johannes: ...beruht es. Und dann musst du natürlich auch überlegen, dass der Kontext,
Johannes: Kontext war so ganz wichtig.
Johannes: Erst war dieses Prompt Engineering, dann kam das Context Engineering,
Johannes: jetzt ging es dann um agentisches Arbeiten, dann ging es um den Harness,
Johannes: also das Rüstzeug, was du diesen Agenten gibst, damit sie Aufgaben in einem
Johannes: gewissen Rahmen gut beantworten.
Johannes: Und du musst halt wissen, was du der KI gibst, wie viel du da reinpackst.
Johannes: Die ersten Copilot-Versionen waren ja gefühlt, hier sind 16 DIN A4-Seiten,
Johannes: danke, dass du dir noch Seite 16 gemerkt hast.
Johannes: Und inzwischen sind wir irgendwo bei, übrigens hier ist das ganze Moby Dick,
Johannes: was stand noch mal auf Seite 14. Klar werden die das nicht so rekapitulieren,
Johannes: aber du musst halt wissen, wie du das zusammenfasst und wie die arbeiten,
Johannes: wie die sich darauf beziehen.
Johannes: Und dann muss man natürlich auch bedenken, diese Modelle sind auf dem ganzen
Johannes: Wissen des Internets trainiert worden.
Johannes: Das heißt, es sind auch sehr viele Fehlannahmen, toxische Maneurismen, bestimmte Biase drin.
Johannes: Und genau das steht letztendlich, wann immer wir mit einer KI arbeiten,
Johannes: immer unten drunter. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.
Johannes: Ja, du musst halt wissen, worauf du achtest. Und ich glaube,
Johannes: das ist so das, wo wir auf jeden Fall ansetzen müssen, den Leuten das an die
Johannes: Hand zu geben, weil es ist so unfassbar verlockend, diese eloquente Ausdrucksmaschine
Johannes: zu nutzen und zu sagen, das Ergebnis ist ja toll, weiter.
Corinna: Ja, dass man den Mitarbeitern auch ein bisschen sensibilisierter hingeht und
Corinna: einfach sagt, hey, nicht alles, was wir hier aus Chachipiti oder Copilot oder
Corinna: wie die Maschine auch heißen mag, rausnehmen eins zu eins.
Corinna: Ist auf jeden Fall sehr, sehr wichtig. Aber ich glaube, da sind wir auch bei
Corinna: tts gerade, ich habe so ein Gefühl, auf einem ganz, ganz guten Weg.
Corinna: Wir beschäftigen uns ja wirklich gerade mit diesen Themen.
Corinna: Ganz aktuell bei mir zum Beispiel ist die Kennzeichnungspflicht.
Corinna: Da hatten wir ja auch nochmal ein Gespräch darüber gehabt Johannes.
Corinna: Solche Themen haben wir gerade momentan auf dem Tisch und ich weiß auch,
Corinna: dass ganz brandaktuell und ganz neu ein neuer Kurs bei uns intern gelauncht
Corinna: worden ist, also ein Web-Based Training, ein WBT, so nennen wir das,
Corinna: ein Kurs über KI-Themen.
Corinna: Und da wollen wir, mit diesem Kurs wollen wir auch unsere Mitarbeiter befähigen
Corinna: und gerade eben auch sensibilisieren.
Corinna: Und ihr zwei, ihr wart beide in der Produktionkonzeption mit dabei,
Corinna: was ich mitbekommen habe und Mich würde es total interessieren,
Corinna: wie ihr den Kurs gebaut habt, was euch da passiert ist, beziehungsweise vielleicht
Corinna: habt ihr da auch noch ein, zwei Anekdoten oder wie seid ihr in die Konzeption
Corinna: gestartet und vielleicht wollt ihr einfach mal ein paar Sachen darüber erzählen.
Johannes: Ja, also ich glaube, Duc kann deutlich mehr dann über das Handwerkliche und
Johannes: das Produzierende sprechen.
Johannes: Ich war ja vor allen Dingen mehr so am Anfang der Konzeption dabei,
Johannes: habe natürlich auch mal wieder reingeguckt.
Johannes: Und grundsätzlich ging es ja darum zu überlegen, wie können wir dieses Compliance-Thema
Johannes: gut adressieren und eben nicht im Sinne von,
Johannes: hier ist ein Compliance-Häkchen, mach da mal bitte einen Haken dran,
Johannes: also komprimiere am besten den Inhalt auf 30 Minuten, damit ich den schnell
Johannes: einmal durchgeprügelt habe und dann kann ich gegenüber der Bundesnetzagentur,
Johannes: die das jetzt am Ende prüfen wird, sagen, okay, die haben alle ihre WBT bekommen, fertig.
Johannes: Und deswegen sind wir genau bei diesem Framework vorgegangen.
Johannes: Wir haben halt gesagt, wir brauchen, was wir oft haben, so ein szenariobasierter
Johannes: Erzählung, am besten eine Person, die wir durch den Alltag verfolgen können.
Johannes: Und genau anhand dieses Alltags so, sie wird halt irritiert,
Johannes: weil ihr Kind mit der KI aus der Schule nach Hause kommt, also damit gearbeitet
Johannes: hat und fragt sich halt, was macht der denn da eigentlich, der Junge?
Johannes: Und dann gehen wir halt über diese verschiedenen Stufen in verschiedenen Kapiteln,
Johannes: über Verstehen, wie ich schon sagte, Anwenden, Reflektieren,
Johannes: und hoffen dann eben, dass am Ende dieser drei Kapitel, groben Kapitel,
Johannes: über verschiedene Module die Geschichte einerseits erklärt wird und die Mitarbeitenden
Johannes: einfach ein viel besseres Verständnis entwickeln dafür, was sich so tut.
Johannes: Und wir sehen es natürlich, dass
Johannes: es bei manchen Kapiteln mehr Aktualisierungsbedarf gibt als bei anderen.
Johannes: Und gerade Duc hat da natürlich viel mit zu tun gehabt. Und da war ich auch
Johannes: sehr dankbar, dass wir da viel gemacht haben.
Johannes: Und das fing wirklich an mit anfangs noch händisch gezeichneten beziehungsweise
Johannes: händisch erstellten Grafiken und ging dann immer mehr über in Richtung von,
Johannes: okay, wir nutzen jetzt wirklich mal die KI, um bestimmte Figuren,
Johannes: Posen und so weiter zu extrahieren.
Johannes: Der Stil hat sich geändert und so weiter. Aber Duc, da kannst du, glaube ich,
Johannes: noch viel mehr erzählen.
Corinna: Kurz Duc, bevor du jetzt in die Produktion startest, würde ich vielleicht nochmal
Corinna: ganz kurz fragen wollen, habt ihr auch diesen Kurs, also die Inhalte,
Corinna: habt ihr die denn auch mit KI recherchiert oder wie seid ihr in die Inhalte gelangt?
Johannes: Also grundsätzlich war natürlich, gab es viel dazu schon mal zu lesen und zu
Johannes: hören. Das haben wir alles zusammengetragen und gesammelt. Wir haben jetzt nicht
Johannes: gesagt, liebe KI, ich würde gerne KI-Basis-WBT machen.
Corinna: Schreibt nochmal bitte zusammen.
Johannes: Was da drin ist. die beste Herangehensweise ist letztendlich anzufangen über
Johannes: gute Quellen, die ich zusammengeschrieben hatte.
Johannes: Vielleicht ist es jetzt kein Grobkonzept, auch wenn man es so nennen könnte.
Johannes: Auch da haben wir sie schon mit eingesetzt. Aber letztendlich sind das Stichpunkte,
Johannes: die man sammelt, die wir dann falsifizieren, gucken. Natürlich hast du dann
Johannes: da mal rechts und links früher die Google-Suche heute eben eine KI-Anfrage mit involviert und gesagt,
Johannes: Gibt es dazu noch was zu ergänzen oder hier sind so viele gute Beispiele zur
Johannes: Entstehungsgeschichte von KI, von der ersten Definition hin zu Siri oder ChatGBT.
Johannes: Was kann ich denn davon rausfiltern? Genau diese Denk-Zwischen-Wechselwirkung
Johannes: konnte man da gut einsetzen.
Johannes: Und wo es natürlich stark zum Einsatz kommt, ist, wir brauchen irgendwie eine
Johannes: Übung, gib mir mal eine Multiple Choice Antwortmöglichkeiten und dann,
Johannes: ist es halt häufig dadurch ein erster guter Aufsatz gewesen oder nochmal eine
Johannes: Zusammenfassung oder sehr lange Texte nochmal stark zu kürzen.
Johannes: Und das sind dann aber gerade so diese Häppchen, wo man noch gut mit drauf gucken
Johannes: kann und nicht das Gefühl hat von, fassen wir mal sämtliche Texte des Kapitels
Johannes: zusammen und dann bin ich im Zweifelsfall am Ende versucht zu sagen,
Johannes: ja, das sieht schon gut aus. Also ich habe mal drei Stichproben gelesen.
Corinna: Ja, also da ist dann die Arbeit nicht zu Ende. Also das ist auf jeden Fall eine gute Grundbasis.
Corinna: Aber man braucht die Konzepte hin und das freut mich natürlich ganz besonders,
Corinna: weil ich habe ja auch als Konzepterin angefangen im Instructional Design und
Corinna: hatte tatsächlich sehr Angst, dass mein Job bald nicht mehr so gebraucht wird,
Corinna: wie damals jetzt mit der KI.
Corinna: Aber natürlich gehört da der Mensch immer noch mit dazu, der dementsprechend
Corinna: nochmal bessere Prompts einsetzt oder dann halt eben nochmal drüber guckt,
Corinna: sich auch wirklich konzeptionell nochmal Gedanken macht.
Corinna: Aber ja, das hört sich auf jeden Fall sehr, sehr cool an. Und dann seid ihr,
Corinna: mit dem Inhalt, mit dem Konzept, seid ihr in die Produktion.
Corinna: Und Duc, da bist dann du quasi herangetreten und hast da mitgearbeitet.
Corinna: Und das haben wir gerade vorher schon im Intro ganz kurz gehört.
Corinna: Da sind witzige Dinge passiert bei dir in der Zusammenarbeit mit Copilot.
Corinna: Oder was hast du verwendet?
Duc: Genau, Copilot oder wir haben das Ganze in Storyline produziert.
Duc: Und da gibt es auch verschiedene KI-Funktionen.
Duc: Und da sind natürlich sehr viele Fehler passiert. Das muss man einfach so sagen,
Duc: wenn man mit KI arbeitet.
Duc: Und ganz witzige Fehler sind zum Beispiel die typische Bildgenerierung.
Duc: Da hatten wir die Grafiker, also allen voran Thorsten.
Duc: Wir hatten ja vorher, das hatte Johannes erwähnt, einen Comic-Stil und dann
Duc: wurde gewünscht, dass wir einen fotorealistischen Stil haben.
Duc: Und dann mussten wir diese ganzen Comic-Stile, die wir hatten und die ganzen
Duc: Avatare, Bilder, umändern.
Duc: Das heißt, wir haben Free Epic damals, ich glaube, das heißt jetzt Magnify.
Duc: Basierend auf dem Modell Google Nano Banana 2, so meine ich,
Duc: haben wir da die ganzen Prompts eingespielt, dass diese Referenzbilder dementsprechend
Duc: von Comic in den fotorealistischen Stil umgeändert werden sollten.
Duc: Aber das hat natürlich nicht immer einwandfrei geklappt.
Duc: Zum Beispiel mit dem Kaffee. Wir hatten auch eine Situation,
Duc: da muss man immer doppelt und dreifach hingucken.
Duc: Da hatten wir eine Küche, da wurde der Herd dann erstellt als Grafik.
Duc: Und es hatte aber als Herdplatte den alten, so einen alten Tonsteinherd oben als Platten,
Duc: aber der Backofen, der da drunter angeschlossen war, hatte dann auf einmal ein
Duc: Touchpad und war total modern und da sind dann natürlich auch Logikfehler,
Duc: die dann dazugehören oder,
Duc: ein typisches Bild war dann auch, dass die Familie zusammensitzt und dann Multivitaminsaft
Duc: trinkt und dann im nächsten Bild auf einmal Cola trinkt, was ja auch,
Duc: keinen Sinn macht und das hat sich dann durchgezogen, da muss man immer,
Duc: wie gesagt, doppelt und dreifach gucken, dann auch händisch nachhelfen,
Duc: sodass verschiedene Perspektiven, die natürlich im grafischen Stil möglich sind,
Duc: in einem fotorealistischen Stil gar nicht möglich sind.
Duc: Und da hatte Thorsten auch sehr viel Arbeit, weil der da natürlich auch mit
Duc: Photoshop ran musste und da viel retuschieren musste. Deswegen werden da Grafiker
Duc: auf jeden Fall immer noch gebraucht und es ist nicht so, dass KI da die ganze Arbeit übernimmt.
Duc: Probleme waren auch dann auch das typische Vertonen. Zum Beispiel wurde teilweise
Duc: KI einfach nicht richtig ausgesprochen.
Duc: Da musste man dann K und dann I, also I, H reinschreiben.
Corinna: Damit KI ausgesprochen wird.
Duc: Und solche Kleinigkeiten halten einen natürlich auch auf und da muss man auf
Duc: jeden Fall eine gute Qualitätssicherung haben, mehrere Schleifen,
Duc: die man da durchgehen muss, um das natürlich auch zu kontrollieren.
Duc: Aber KI übernimmt auch sehr viel Arbeit, muss man sagen. So ein typisches Beispiel
Duc: wäre jetzt die Barrierefreiheit. Wir mussten natürlich, damit dieses ganze WBT
Duc: barrierefrei ist, viele Alttexte nachziehen.
Duc: Das hatten wir im ersten Moment gar nicht so bedacht. Das heißt,
Duc: jede einzelne Grafik, die da war, musste so einen Alttext bekommen und die konnte
Duc: man einfach mit KI generieren lassen.
Duc: Und dann musste man das im Nachgang natürlich noch überprüfen.
Duc: Aber rein theoretisch, wenn du das ohne KI gemacht hättest, sitzt du da drei,
Duc: vier Tage dran, weil das einfach so viele einzelne Bilder und Dokumente,
Duc: Texte sind, die man da durchgehen muss,
Duc: weil das WBT ist auch 90 Minuten lang.
Duc: Also das sind 100 plus Folien und dann da alle einzelnen Grafiken durchzugehen,
Duc: ist natürlich, da ist man im vierstelligen Bereich, was man machen müsste und
Duc: genau, das hat sich so durchgezogen.
Johannes: Ist vielleicht auch ein ganz gutes Beispiel dafür, weil jetzt die Leute mal sagen,
Johannes: ja, mit KI-Produktion werdet ihr sehr, sehr viel schneller und ja,
Johannes: für bestimmte Aufgaben werden wir schneller, weil wir entwickeln dadurch natürlich
Johannes: Kapazitäten, um die Qualität an anderer Stelle nochmal anders zu berücksichtigen.
Johannes: Also deswegen ist dieses Beispiel mit den Alttexten so schön,
Johannes: weil du sagst, früher hättest du vielleicht gesagt, okay, mal hier in der Szene
Johannes: die zwei Bilder und dann sage ich kurz, okay, Küche, Familie,
Johannes: trinkt was, so einen Satz.
Johannes: Jetzt hast du da irgendwie so einen schönen, lyrischen Text nochmal,
Johannes: der das ein bisschen klarer verdeutlicht.
Johannes: Du hast das wirklich für alle Elemente, die hervorgehoben werden können.
Johannes: Und du kannst dann natürlich auch wieder darüber nachdenken,
Johannes: ob du das anders nochmal strukturierst und Co. Und vorher hättest du gesagt,
Johannes: okay, wenn ich das durch habe, dann bin ich froh, dass wir das geschafft haben.
Johannes: Da verschiebt sich das dann immer so.
Corinna: Also viele Vor- und aber auch Nachteile. Und was ich besonders schön finde,
Corinna: da kommen wir direkt auch wieder zu deiner These von dir, Johannes,
Corinna: vom Anfang. Du hast gesagt, man muss viel ausprobieren, man muss viel sich spielerisch
Corinna: dem annähern und Fehler machen.
Corinna: Und das habt ihr ja in der Konzeption, sowie aber auch in der Produktion,
Corinna: was ich hier rausgehört habe, extrem gemacht.
Corinna: Ihr habt ausprobiert, es sind nochmal Fehler passiert, ihr seid zurückgegangen,
Corinna: ihr habt das Ganze dann nochmal neu gemacht und dann vielleicht auch nochmal
Corinna: andere Prompts verwendet.
Corinna: Und da hat sich dann dieser KI-Grundlagenkurs herausentwickelt.
Corinna: Und was ich auch ganz super finde, ist, ihr habt einen KI-Grundlagenkurs entwickelt,
Corinna: der mit KI produziert worden ist.
Corinna: Also es ist wirklich von allem was dabei und macht das Ganze dann auch besonders.
Corinna: Und ja, ich hoffe, dass unsere Mitarbeiter den dann auch für gut befinden.
Corinna: Ich habe ihn schon gemacht und konnte schon sehr viel rausnehmen.
Corinna: Also Chapeau auf jeden Fall an euch, an eure Arbeit, die ihr da geleistet habt.
Corinna: Das heißt jetzt natürlich auch ein bisschen dranbleiben. Ihr müsst den natürlich
Corinna: dann auch wahrscheinlich, gehe ich mal von aus, aktualisieren,
Corinna: weil es verändert sich, das haben wir ja auch schon gehört, alles so wahnsinnig schnell.
Corinna: Und ich glaube, gerade du, Duc kannst da auch ein Lied von singen,
Corinna: wenn wir sagen, die Qualitätssicherung, die muss auf jeden Fall sehr regelmäßig
Corinna: gemacht werden, denn du bist ja,
Corinna: für die Office-Produkte eben auch zuständig und Microsoft launcht ja so viele
Corinna: Neuerungen und ihr müsst da regelmäßig on track bleiben, um zu gucken,
Corinna: was sich verändert hat, was sich erneuert hat. Magst du da vielleicht noch ein bisschen was erzählen?
Duc: Ja, gerne. Also man muss sagen, KI ist natürlich ein sehr schnelllebiges Geschäft.
Duc: Da muss man immer up-to-date bleiben. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung
Duc: sprechen, weil wir natürlich vom Team auf Copilot konzentriert sind,
Duc: dass da es so ist, dass irgendwie gefühlt wöchentlich neue Aktualisierungen
Duc: kommen, wo man schauen muss, ist es sinnvoll, den Kurs dann zu aktualisieren oder nicht.
Duc: Und Microsoft selber auch,
Duc: mehrere Wellen hat. Das heißt, dass Microsoft Copilot auch größere Updates
Duc: rausspielt, die dann irgendwie halbjährlich, ich glaube dieses Jahr im März
Duc: und April und jetzt im Spätsommer, also noch ein größeres Update kommen.
Duc: Da müssen wir auf jeden Fall updaten und da dann immer up-to-date zu bleiben,
Duc: ist auch auf jeden Fall eine Aufgabe von uns und da haben wir auch ein interdisziplinäres
Duc: Team, weil wir natürlich auch verschiedene Sprachen bedienen,
Duc: wo man immer aktuell bleiben muss,
Duc: und das passiert on the run.
Duc: Da schaut man immer mal wieder rein, wo wir stehen, ob es sinnvolle Änderungen
Duc: sind, die man natürlich bedienen muss und,
Duc: da hilft uns auf jeden Fall auch KI, aber wir haben auch unsere Quellen,
Duc: wo wir dann nachgucken können,
Duc: wie wir stehen gerade.
Corinna: Das hört sich ja auf jeden Fall sehr, sehr spannend an, gerade auch in der Microsoft-Welt
Corinna: und mit dem, was du arbeitest und dass da jetzt auch das neue WBT zu Copilot
Corinna: dazugekommen ist, muss ich mir auf jeden Fall auch noch anschauen.
Corinna: Ja, aber ich würde sagen, ich habe schon einiges heute mitgenommen von euch.
Corinna: Ihr habt mir auf jeden Fall sehr gute Einblicke gegeben, in was wir gerade alles
Corinna: so machen, was uns gerade so bewegt, im Hinblick auf KI, im Hinblick auf Copilot
Corinna: und was sich alles verändert.
Corinna: Mir wäre es jetzt noch wichtig, dass wir am Ende, ich mache nochmal in ein,
Corinna: zwei Sätze, beschreiben, was euch wichtig ist, unseren ZuhörerInnen auch nochmal mitzugeben.
Corinna: Ich würde sagen, Duc fang doch gerne an.
Duc: Ja, gerne auf jeden Fall. Also für mich persönlich wichtig, das hatte ich ja
Duc: am Anfang ja auch rausgestellt, dass ich gerne Menschen dazu befähigen will,
Duc: selbst ihrer Stärken bewusst zu sein und die auch effizient und effektiv nutzen können.
Duc: Und KI entwickelt sich natürlich kontinuierlich weiter. Aber...
Duc: Es geht nicht darum, den Menschen immer so zu schulen, dass sie die Tools nutzen
Duc: können, sondern sie dazu zu schulen,
Duc: dass sie selber sich an diese Entwicklungen anpassen können und sie dazu befähigen
Duc: können, diese KI-Entwicklungen einordnen zu können und dementsprechend dann
Duc: auch selber agieren zu können.
Corinna: Danke Duc. Johannes, gerne: Was ist deine Botschaft an die Zuhörer?
Johannes: Ja, also im Prinzip kann ich den Anfang nochmal wiederholen.
Johannes: Das ist halt wichtig, sich bewusst zu machen, dass diese Transformer-Architektur,
Johannes: die wir jetzt haben, also die aktuelle KI-Generation, hat halt weiterhin Schwächen,
Johannes: über die wird hin, also es gibt Workarounds, damit besser umzugehen.
Johannes: Aber je eher ich mir bewusst mache, also ich kann es auch gerne nochmal wiederholen,
Johannes: dass die halt immer noch für deterministische Aufgaben nicht perfekt ist,
Johannes: weil sie halt eine gewisse Stochastik an den Tag legt, dass sie einfach einen
Johannes: gewissen Wissensstand hat, den man immer sich berücksichtigen muss und dass sie,
Johannes: mit der Formulierung her einfach auch bestimmte Häufigkeiten wiedergibt.
Johannes: Und letztendlich muss man sich dann auch überlegen, wie sich das Ganze jetzt
Johannes: wieder weiterentwickelt.
Johannes: Also dass wir gesagt haben, jeder muss jetzt prompt lernen.
Johannes: Naja, heutzutage finden wir wieder raus, dass teilweise die natürlich sprachigsten
Johannes: kurzen Antworten die besten Ergebnisse ziehen und nicht mehr dieser riesige
Johannes: Mid-Journey-Bild-Prompt, den wir noch irgendwie vor drei Jahren alle auswendig gelernt haben mit,
Johannes: Perspektive, mit Kameraroll-Typ und Farbstil und Co..
Johannes: Also letztendlich, wenn wir irgendwann in den Modus kommen, dass bei uns jedem
Johannes: auf dem Gerät einfach die KI lokal läuft, also KI 2.0 so gesehen da ist,
Johannes: dann werden wir in diese Produktivitätsphase übergehen, die wir dann sehen.
Johannes: Also dann werden wir vielleicht wirklich die oftmals irgendwie von Marketing
Johannes: beschworenen Apps sehen, die irgendwie auf dem Handy entwickelt wurden und die
Johannes: das nächste Uber oder Zalando sein werden.
Johannes: Aber für uns aus Learning-Sicht ist es vor allen Dingen spannend zu schauen,
Johannes: wie das ganze Thema den Arbeitsmarkt verändert, aber nicht auf den Kopf stellen
Johannes: wird, sondern einfach in der Richtung transformieren kann.
Johannes: Anders gesagt: Dass es ganz viele Sachen möglich macht, an die wir früher gar nicht gedacht
Johannes: hatten, weil wir mal dachten, dafür brauchen wir zehn Informatiker, die uns das entwickeln.
Johannes: Und jetzt kann plötzlich jeder sich diese Frage stellen und sagen,
Johannes: für die Lösung, nächste Tabelle oder doch eine kleine App? Und zack,
Johannes: habe ich eine kleine App.
Corinna: Schön. Danke dir, Johannes. Ja, vielen lieben Dank euch beiden.
Corinna: Es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht, heute über das Thema zu sprechen.
Corinna: Und wenn ihr jetzt nichts mehr auf dem Herzen habt, dann würde ich sagen,
Corinna: gehen wir weiter und schauen uns vielleicht jetzt im nächsten Schritt alle das
Corinna: Copilot-Training oder den KI-Kundenanlagenkurs gemeinsam an. Danke euch.
Johannes: Und vielen Dank, dass wir da sein durften.
Duc: Vielen Dank.
intro und Outrotext: Ach übrigens, habt ihr uns eigentlich auch schon abonniert? Das geht überall
intro und Outrotext: da, wo ihr euren Podcast am liebsten hört. Wir, also die Hosts des Podcasts,
intro und Outrotext: Claudia Schütze und Corinna Blersch, wir sind natürlich auf LinkedIn erreichbar.
intro und Outrotext: Also kontaktiert uns gerne für euer Feedback, Anregungen und Wünsche.
intro und Outrotext: Ihr könnt uns aber auch jederzeit auf Podigee direkt schreiben.
intro und Outrotext: Da sind wir sehr flexibel. Also bis zur nächsten LERNLUST Folge. Ich freue mich auf euch.
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